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Typographie = Die künstlerische Gestaltung eines Druckwerks, wobei die Wahl von Type, Schriftgrad, des Satzspiegels und sein Stand auf der Seite u.v.m. eine Rolle spielen
ANALYSE SCHRIFT
- Schriftgruppe (z.B. hier: Serifenlose Linearantiqua)
- Schriftfamilie (z.B. hier: Verdana)
- Schriftschnitt (z.B. hier: normal und nicht kursiv)
- Schriftgrad
- Grundmerkmale:
- Serifen ↔ serifenlos
- Wechselstrich ↔ linear
- Strichstärke
- proportional ↔ dicktengleich
- Formanteile (z.B. rund ↔ eckig)
- Achsstellung von Einzelbuchstaben (z.B. beim "O")
- sonstige charakteristische Zeichenkomponenten
- Ziermerkmale (z.B. Initiale, Outline, schattiert, Kapitälchenschrift)
ANALYSE KOMPOSITION
Komposition = Suche nach Verhältnissen, u.z. beim Einzelbuchstaben, bei der Schrift, beim Satzspiegel und der Seite
- Buchstabenproportion (Verhältnis von Breite zu Höhe, z.B. breit ↔ schmal)
- Verhältnis der verschiedenen Längen (Bänder) einer Schrift
- optischer Ausgleich
- individuelles, auf Buchstabenpaare bezogenes Unterschneiden
- globales, auf Worte bezogenes Sperren und Unterscheiden
- Buchstabenabstand (Laufweite)
- Wortabstand
- Zeilenabstand (Durchschuss)
- Satzausrichtung (z.B. Blocksatz, Flattersatz)
- Anordnung einzelner Texteinheiten innerhalb des Satzspiegels
- Satzspiegel: Proportion (B:H) und Konstruktion
- Proportion der Stege (Bundsteg = 2)
- Proportion des Seitenformats (B:H)
- Verhältnis von bedruckter (Satzspiegel und anderes) zu unbedruckter Fläche der Seite
- Verhältnis von Proportion des Satzspiegels und Proportion der Seite
- Verhältnis von Abbildungen und Text
SEMANTISCHE ANALYSE
- Konnotate zu einzelnen Gestaltungsmerkmalen
INTERPRETATION
- Ist der Text gut lesbar und ästhetisch ansprechend?
- Gelingt es, Spannungsverhältnisse so zu entwickeln, dass sie in ihrer Gesamtheit den Eindruck von Harmonie erwecken?
- Was soll über die ikonischen und sprachlichen Denotate hinausgehend dem Rezipienten durch die verwendete Schrift, die Komposition, die "Bilder", d.h. durch die typographische Gestaltung insgesamt vermittelt werden?
- Welche konkreten Mittel werden dabei zu welchem Zweck und mit welchem Erfolg eingesetzt?
- Ist das Gestaltungskonzept dem Gestaltungsanlass angemessen? Kann die Zielgruppe mit diesem Konzept erreicht werden?
- Welche typographischen Fehler (z.B. mangelnde Registerhaltigkeit, Hurenkinder, Schusterjungen) wurden begangen - was hat der Gestalter gut gelöst?
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