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Wir zeigen’s Beck&Glückler! |
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Bei unserer Beschäftigung mit der Doppelseite 78/79 aus Tommaso Landolfis Cancroregina, erschienen 1986 im Verlag Beck&Glückler, hatten wir verschiedene Aspekte der graphischen Gestaltung kritisiert.
Ihre Aufgabe besteht darin, an unsere Analyse anknüpfend und die kritisierten Fehler vermeidend ein besseres Layout der Doppelseite mit MS Publisher zu erstellen.
Folgende Vorgaben sind zu beachten:
- Die Einzelseite soll (wie im Original) das Format 10,9 : 20,2 cm (= 0,54) besitzen.
- Die Verteilung des Textes auf die beiden Seiten soll übernommen werden.
- Das Wort enumeratio (S. 79) soll (wie im Original) kursiv gesetzt werden.
- Die Seitenzahlen (78/79) sollen erscheinen.
- Satzspiegel, Breite und Verhältnis der Stege können ebenso frei bestimmt werden wie Schriftfamilie und Schriftgarnitur. (Auf den Teil des Bundstegs, der normalerweise zur Bindung des Buchs benötigt wird, kann verzichtet werden.)
- Ebenso können Sie beliebig entscheiden über Schriftgrad, Placierung der Seitenzahlen, Durchschuss, Zeileneinzüge und ... und ... und.
Beachten Sie die Kriterien für gute Lesbarkeit. Beherzigen Sie die Tipps zur Arbeit mit MS Publisher 98 und achten Sie zudem bei dieser Aufgabe besonders auf folgende Möglichkeiten / Optionen in Publisher : Zeichenabstand (automatisches / manuelles Kerning) und Zeilenabstand
Wenn Sie es nicht ganz so standardmäßig haben wollen (geht positiv in die Bewertung ein): Schauen Sie sich einmal Bücher an und vergegenwärtigen Sie sich unterschiedliche Möglichkeiten der Seitengestaltung - vielleicht erhalten Sie Anregungen für die eigene Gestaltung.
Wenn Sie Ihre Gestaltungsarbeit beendet haben, drucken Sie die Doppelseite aus (zur Überprüfung Ihres Layouts können Sie schon vorher Probeausdrucke anfertigen). Tragen Sie auf dem Ausdruck dünn mit Bleistift folgendes ein:
- die Seitenlinien der Doppelseite (21,8 : 20,2 cm)
- den Satzspiegel, und zwar den im Ausdruck erkennbaren, nicht den, den Sie in Publisher eingestellt haben (nur im Idealfall sind die Werte identisch).
Auf der Basis dieses ausgedruckten Satzspiegels machen Sie bitte folgende Angaben, die Sie auf Ihrem Ausdruck ebenfalls dünn mit Bleistift notieren:
- absolute Werte des Satzspiegels in cm
- Zahlenwert der Satzspiegelproportion (B : H)
- Breite der Stege in cm
- proportionales Verhältnis der Stege, wobei Sie dem Bundsteg den Wert 2 zuweisen.
Im Unterricht sollen Sie anschließend Ihr Gestaltungskonzept mündlich vorstellen und begründen.
Nachstehend finden Sie den Text des Originals sowie einen Absatz in Kunstlatein. Von diesem Kunstlatein-Text können Sie einige Wörter verwenden, wenn Sie in Zeile 1 auf S. 78 bzw. letzter Zeile auf S. 79 Text auffüllen wollen. (Text kopieren und in Publisher entsprechend vergrößern.)
Viel Spaß!
serer Henkerin folgen.
Aber warum nur mag sie den alten Kurs verlassen haben? Immer wieder denke ich, daß dies nicht einfach ein Unfall oder Zufall gewesen ist. Nein, es geschah vorsätzlich, wie alles, was sie tut. Und voller Entsetzen meine ich zu begreifen: Sie ist gemeinsam mit ihrem vermeintlichen Vater verrückt geworden; nur daß ihr Wahnsinn von anderer Art ist: hartnäckig, monoton, ohne Anfälle.
Welche Verwirrung herrscht in meinem Kopf! [S. 78 / Seitenwechsel]
11. April
In seltenen Augenblicken der Klarheit habe ich mir gesagt: Ich liebe das Leben mehr als jedes seiner höchsten Güter und mehr als alle zusammen: mehr als die Ehre, den Ruhm, die Macht, das Genie, die Güte, das Gold, die Freiheit, das Licht, den Wein, das Spiel! (Doch nun fällt mir auf: Wieso fehlen in dieser enumeratio die Liebe und die Frauen? Einen Grund dafür wird es geben.) Dies alles mag man mir rauben, wie man es mir geraubt hat, und noch viel mehr, was dem Leben Glanz verleiht. Man mag mich blenden, meinen Körper verstümmeln, mir gerade noch erlauben, leise atmend in einem finsteren Loch zu kauern, während mein Todfeind unaufhörlich vor meinem Schlupfwinkel auf und ab geht - doch man schenke mir das Leben, und ohne Klage, sogar mit Dankbarkeit werde ich es annehmen, wie es ist. Pest, Aussatz, Cholera, Schande - sie schrecken mich nicht, wenn ich nur lebe! Und müßte ich tief gedemütigt vor dem niedrigsten und gemeinsten Feind um mein Leben betteln, lächelnd würde ich im Staub niederknien und den Kopf vor ihm neigen, und wäre er auch der erbärmlichste Mensch auf Erden.
Ist das wahr? Ja und nein. Denn ich habe vom Leben gesprochen, nicht von diesem halben Tod, von diesem Zustand, der jedenfalls kein Leben ist. Aber was fehlt ihm denn, um Leben zu sein? Nehmen wir einen Menschen, der dazu [S. 79 / Seitenwechsel]
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